Bodenverdichtung vermeiden

Baustraßen statt Bodenschäden

Böden setzen sich aus Sand, Schluff und Ton zusammen. Jeder Boden verfügt über einen individuellen Humusgehalt, hat eine messbare Korngröße und eine Bodenstruktur. So lassen sich Böden einordnen und bewerten.

Bodenaufgaben

Der Boden unter unseren Füßen übernimmt viele bedeutsame Aufgaben. Er reguliert die Temperatur, bildet Nährstoffe und filtert, neutralisiert oder bindet Schadstoffe zum Schutze unseres Trinkwassers. Dieser Lebensraum für Bodenorganismen ist ein komplexes Bauwerk der Natur. Zu den wichtigsten Bodenfunktionen gehört die Regulierung von Wasser. Es kann aufgenommen und gespeichert werden, versickert in tiefere Schichten und sichert das Grundwasservorkommen. Auch Hochwasser wird so vermieden.

Schäden

So komplex Böden funktionieren, so leicht lässt sich die Funktionsfähigkeit einschränken. Besonders große Druckbelastungen auf die Oberfläche wirken störend bis in tiefe Ebenen hinunter. Schwergewichtiger Maschineneinsatz und das Befahren mit schweren LKW verdichten den Boden. Damit verringert sich das Porenvolumen des Bodens und das Gefüge nimmt Schaden. Wasser versickert schlechter und kann weniger gut gespeichert werden. Die Bodenschichten nehmen einerseits kaum Feuchtigkeit auf, während Gefahr durch Staunässe droht. Auch die Durchlüftung geht verloren, Sauerstoffmangel in den Erdschichten ist die Folge. Die Bodenfruchtbarkeit sinkt, was nicht nur für landwirtschaftliche Flächen negativ bewertet werden muss.

Schutz durch Baustraßen

Lassen sich große Gewichtsbelastungen auf Böden nicht vermeiden, brauchen diese Böden Schutz. Baustraßen aus Platten lassen sich mit wenig Aufwand ausreichend breit auslegen. So verteilt sich der Druck sehr gut und die Verdichtung fällt äußerst gering aus. Außerdem bleibt der Boden intakt, da die obere Bodenschicht nicht bewegt wird.

Bodenverdichtung